Entwicklungspsychologie in der frühen Kindheit zur Begleitung, Unterstützung und Förderung der motorischen, emotionalen und kognitiven Entwicklung

Wenn die Seele den Körper krank macht, äußert sich dies oft durch reale körperliche Beschwerden, die auf psychische Belastungen oder Faktoren wie langanhaltenden Stress, unverarbeitete emotionale Belastungen, Trauer, ungelöste Konflikte oder traumatische Erlebnisse zurückzuführen sind. Trotz intensiver ärztlicher Untersuchungen wie Blutbild oder bildgebende Diagnostik, können keine ausreichenden organischen Ursachen gefunden werden. Man spricht dann von sogenannten psychosomatischen Reaktionen bzw. Psychosomatik.

Somatoforme Störungen und somatopsychische Störungen

Unter einer Somatisierungsstörung (F45.0 und F45.1 nach ICD-10) versteht man über längere Zeit anhaltende und medizinisch nicht erklärbare körperliche Symptome, für die sich trotz wiederholter gründlicher ärztlicher Untersuchung keine organischen Ursachen feststellen bzw. nachweisen lassen. Dennoch fühlt sich der Betroffene krank und erschöpft. Nach Schätzungen leiden rund ein Viertel aller Patienten von Hausärzten unter somatoformen Störungen. Während der Arzt diese Patienten oft als "schwierig" empfindet, sind die Patienten mit ihrem Arzt unzufrieden.

Eine besondere Form der somatoformen Störung ist die somatoforme Schmerzstörung (F45.40 und F45.41 nach ICD-10). Dabei handelt es sich um wiederkehrende, länger anhaltende und quälende Schmerzen, die nicht durch körperliche Ursachen erklärt werden können. Die Schmerzen werden von psychosozialen und emotionalen Belastungen begleitet.

Eine somatopsychische Störung kann beispielsweise aufgrund von körperlichen Beschwerden durch Unfälle, Operationen oder Krebs entstehen. Dabei reagiert der Betroffene auf die psychischen oder sozialen Belastungen, die diese körperlichen Beschwerden mit sich bringen, beispielsweise mit Angstgefühlen oder Vermeidung von sozialen Kontakten.

Regulationstherapie im Säuglings- und frühen Kindesalter nach ICD-10: F82

Es gibt zahlreiche Verletzungen, die im Rahmen einer Geburt auftreten können. Diese Verletzungen bedürfen einer individuellen angepassten psychomotorischen Entwicklungsbeobachtung mit Überprüfung des neuromuskulären und sensomotorischen Bewegungsapparates. Um versteckte Verletzungen nach der Geburt im Vorfeld zu erkennen, wird bei uns eine Früherkennung und psychomotorische Entwicklungsbeobachtung und -begleitung angeboten. Damit kann möglichen negativen Beeinflussungen, beispielsweise Kopfschiefhaltung oder einseitige Körperhaltung im Liegen entgegengewirkt werden.

Die motorische Therapie ist eine ganzheitliche Behandlungsform, die auf der Grundlage der integrativen Verfahren mit unspezifischen Reiz-, Reaktions- und Regulationsbehandlungen basiert. Diese dient als Früherkennung und psychomotorische Entwicklungsbegleitung von funktionellen Störungen des Muskel-Skelett-Systems am Bewegungsapparat im Säuglings- und frühen Kindesalter, bei denen keine eindeutigen bildgebenden oder organischen Befunde vorliegen.

Dabei verwenden wir Ansätze mit verschiedenen manuellen Techniken aus der funktionellen und der craniosacralen Therapie für die Stimulation der Selbstheilungskräfte, um die Selbstregulation des Körpers wiederherzustellen. Dies ermöglicht, dass die Selbstheilungsprozesse des Kindes gestärkt werden, damit die Verletzungen, die während der Geburt entstanden sein könnten, rechtzeitig behoben werden. Damit lassen sich mögliche bevorstehende Spätfolgen, beispielweise Anpassungsstörungen und Überforderung des Kindes schon frühzeitig verhindern. Auf diese Weise werden die sensorischen, motorischen und koordinativen Fähigkeiten des Kindes gefördert, um eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten, damit eine normale Bewegungsentwicklung rehabilitiert werden kann.

Regulationstherapie

Anwendungsmöglichkeiten sind:

sofern ein medizinischer Befund ausgeschlossen ist.

Wirksam und hilfreich zur:

Hinweis

Unsere Therapie umfasst die Erkennung, Erforschung und Analyse von Ursachen, die Behandlung und Vorbeugung von Beschwerden und Leidenszuständen, an deren Verursachung psychosoziale und somatoforme Faktoren einschließlich dadurch bedingter körperlich-seelischer Wechselwirkungen maßgeblich beteiligt sind. Die Therapie ist präventiv und ergänzend ausgerichtet und ersetzt keine schulmedizinische Behandlung oder die Einnahme von Medikamenten.

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